Der Sommer steht vor der Tür und für viele hat die Planung für den Urlaub bereits begonnen. Jedoch ist vielen nicht bewusst, dass sie in der angenehmen Urlaubsatmosphäre auch Angebote wahrnehmen, die mit Tierqualen verbunden sind. In vielen Reiseländern hat der Tierschutz immer noch einen wesentlich niedrigeren Stellenwert als in Deutschland.

 

Urlauber werden in fremden Ländern meist ganz unfreiwillig mit dem Thema Tierschutz konfrontiert. Mit seinem persönlichen Verhalten kann jeder Tierfreund jedoch dazu beitragen, Tierleid zu verhindern. Besonders Stierkämpfe, Delfinarien, Elefantenreiten und Tiershows aller Art sollten aus Tierschutzgründen gemieden werden. Hinter solchen Touristenangeboten stecken fast immer tierschutzwidrige Praktiken. Oft stammen die Tiere aus Wildfängen, wurden schon früh den Eltern entrissen und werden unter tierschutzwidrigen, quälerischen Lebens- und Haltungsbedingungen, zum Teil an Ketten, gehalten. Zudem werden sie mit grausamen Methoden gefügig gemacht. Die Eltern der gefangenen Jungtiere werden häufig getötet.

Elefanten-Trekking

Vor allem in Ländern Asiens ist das Elefanten-Trekking fester Bestandteil vieler Tour-Angebote. Was den Touristen jedoch nicht gezeigt wird: Die sensiblen Riesen werden von klein auf mit einem spitzen Haken geschlagen und mit tagelangem Anbinden gefügig gemacht. Es handelt sich immer um ein schwer misshandeltes Tier, dessen Wille mit körperlicher und seelischer Gewalt gebrochen wurde.

Eselreiten

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Touristen finden es toll und authentisch, Einheimische verdienen ihr gutes Geld - und für die Tiere sind es grausame Bedingungen. Von früh morgens bis spät abends werden die sanftmütigen Tiere gezwungen, Touristen auf ihrem Rücken die steilen Wege und Treppen hinauf zu tragen.

Fehlender Sonnenschutz, nicht ausreichende Versorgung der Tiere durch Wasser oder Futter und medizinische Vernachlässigung sind ein Teil der tagtäglichen schrecklichen Qualen. Neben der Überbelastung durch schwergewichtige Menschen und Einknicken durch Erschöpfung werden die erschöpften Tiere durch ihre Halter regelmäßig mit harten Gegenständen geschlagen, um sie zum Weitergehen zu bewegen. Schweißgebadete Esel mit offenen unbehandelte Schürfwunden und Geschwüren an den Beinen sind keine Seltenheit.

Tiershows, Zoos, Delfinarien

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Immer mehr ausländische Zoos lassen ihre Tiere in fragwürdigen Showprogrammen auftreten. Teilweise werden die Tiere dabei sogar vor den Augen der Besucher misshandelt. Die Tiere werden in beengten und nicht-artgerechten Unterbringungen gehalten. In vielen Ländern gibt es keine adäquaten Gesetze, die Tiere vor Missbrauch und schlechten Haltungsbedingungen schützen.

Foto-Shootings

Insbesondere in Asien und Lateinamerika werden kleine Äffchen, Tiger- oder sogar Elefantenbabys für Foto-Shootings missbraucht. Viele dieser Tiere werden mit Drogen ruhiggestellt oder das Maul, wie z.B. bei Alligatoren, zugeklebt. Wenn sie zu groß für den harmlosen Umgang geworden sind, werden sie getötet oder weiterverkauft. Von solchen Angeboten sollten Reisende unbedingt Abstand nehmen, denn dahinter verbergen sich stets traurige Fälle von Tierquälerei. Für die Tierkinder, die häufig ihrer Mutter gewaltsam entrissen wurden, bedeutet das ständige Herumreichen puren Stress. Viele dieser Tiere sterben aufgrund der Strapazen und unzureichender Versorgung verfrüht.

Souvenirs

Viele Mitbringsel aus exotischen Ländern, die tierischen Ursprungs sind, werden bei der Einreise vom deutschen Zoll beschlagnahmt. Oftmals wird sogar ein Bußgeld fällig, denn auch wenn der Erwerb eines Souvenirs im Reiseland problemlos war, so kann es sich leicht um eine geschützte Tierart handeln. Empfohlen wird, überhaupt keine Souvenirs tierischen Ursprungs zu kaufen, da die meisten dieser Tiere extra für den Verkauf an Touristen getötet werden. Besondere Vorsicht ist bei „versteckten“ Tierbestandteilen geboten, wie zum Beispiel Schnitzereien aus Elfenbein, Korallen, Muscheln oder Leder.

Tipps für die Urlaubsplanung

Zunächst sollte natürlich auf die entsprechenden Angebote verzichtet werden. Erst, wenn die Anbieter merken, dass kein Interesse an ihren tierquälerischen „Attraktionen“ besteht, wird sich etwas ändern. Darüber hinaus sollten sich Reisende schon bei der Buchung ihres Urlaubs informieren und am besten nur Reiseveranstalter auswählen, die solche Angebote nicht im Programm haben. Natürlich ist es wichtig, den Reiseveranstaltern das auch mitzuteilen. Wenn sie erfahren, dass gerade dieser Verzicht sie für Urlauber attraktiv macht, werden sie solche Angebote auch in Zukunft bewusst meiden. Viele Veranstalter dokumentieren den Verzicht bereits in ihren Reiseangeboten. 

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