Haus- und Wildtiere haben nicht selten als Haupt- oder Nebendarsteller einen hohen Unterhaltungswert und sind daher auch in den sozialen Medien wie Instagram, Facebook, Tiktok und YouTube präsent. Nicht alle Auftritte von Tieren in Unterhaltungsformaten sind pauschal zu verurteilen – das ist von Fall zu Fall unterschiedlich zu beurteilen und von der Tierart abhängig. Solange der Halter die Tiere nicht zu tierschutzwidrigen Handlungen zwingt, erscheint dies auf den ersten Blick weniger kritisch.  

Auch bei vielen Unternehmen ist die Werbung mit Tieren zu einem festen Marketing-Bestandteil geworden. Tiere dienen als Werbegesichter und posieren mit den Produkten vor der Kamera – unter anderem für Mode-, Kosmetik-, Reise-, Auto- und Fitnessmarken – und bringen so viel Geld ein.   

Tier-Leid muss nicht immer offensichtlich sein. Bitte schaut aus diesem Grund genau hin. Seid kritisch und wägt für euch ab: Wo beginnt für euch Tier-Leid beziehungsweise Tierquälerei und was ist ethisch vertretbar? Denkt daran: Auch Tiere haben Gefühle. Sie spüren Schmerz, Scham und Trauer wie wir Menschen – und sie haben ein Recht auf ihre Würde!  

Leider wird Petfluencing von den meisten Menschen nicht als Tierquälerei wahrgenommen.  

Nachfolgend einige Punkte, auf die ihr achten könntet:

  • Folgt oder likt keine Fotos und Videos von Petfluencern beziehungsweise Unternehmen, welche offensichtlich mehr am wirtschaftlichen Erfolg als am Wohlbefinden der Tiere interessiert sind.
  • Gerade für Social Media werden viele Tiere in Kostüme gesteckt, auf Staubsaugerroboter gesetzt oder absichtlich erschreckt, um ihre Reaktion mit der Kamera einzufangen. Das ist alles andere als artgerecht. Die Tiere sollten tiergerecht präsentiert und nicht extra künstlich in Szene gesetzt werden, da dies sie in ihrem natürlichen Verhalten beeinträchtigt. Die Fotos oder Videos sollten den normalen Tagesablauf der Tiere nicht stören.
  • Der Account sollte keine Wildtiere präsentieren, da die Halter deren artspezifische Bedürfnisse gegebenenfalls nicht erfüllen können.
  • Anders als menschliche Models müssen Petfluencer nicht makellos sein, um Erfolg zu haben. Im Gegenteil: Oft sind es gerade Makel wie Überbisse, flache Schnauzen, deformierte Beine, Segelohren und Glubschaugen, die ein Tier bekannt werden lassen. Dabei stammen vor allem Tiere mit markanten, vermeintlich niedlichen Makeln oft aus Qualzuchten. Dazu gehören zum Beispiel Französische Bulldoggen, Möpse und Katzen mit kurzen Beinen. Deren große Präsenz und der Erfolg in den sozialen Medien könnten die Nachfrage nach diesen Rassen steigern. Wer diese Tiere auf Social Media präsentiert und als „Stars“ inszeniert, animiert wiederum andere Menschen, sich selbst ein solches Tier anzuschaffen – und trägt zur Unterstützung von Qualzuchten bei.

Der finanzielle Erfolg vieler Petfluencer zeigt: Werbung mit Tieren funktioniert und kann beachtliche Summen einbringen. Das lockt leider auch viele Nachahmer an. Immer mehr Menschen kaufen sich ein Tier aus einer Laune heraus. Dass dieses auch Pflege benötigt, die Tierhaltung mit monatlichen Kosten verbunden ist und das Tier vielleicht gar nicht zum eigenen Lebensstil passt, wird dabei gerne ignoriert. Wenn der Plan von einer Petfluencing-Karriere dann nicht aufgeht, landen viele Tiere im Tierschutz.

Auch uns hat dieses Thema beschäftigt.

Nachfolgend ein paar unserer Meinungen zu diesem Thema:

-  „Ich finde es schrecklich, dass vor allem Wildtiere aus ihrer natürlichen Umgebung vor die Kamera gezerrt werden und dass sie dabei auch noch alles andere als artgerecht behandelt werden. Dabei gibt es heutzutage doch schon die Möglichkeit, Tiere durch Animation realistisch darzustellen. In Bezug auf unsere Haustiere: Es ist in Ordnung, solange sie dabei nicht zu viel Stress ausgesetzt werden oder gegen ihre Natur inszeniert werden!“ 

-  „Ich finde es dreist, wie Menschen dazu in der Lage sind, Tiere für ihren eigenen Profit Stress und Unbehagen auszusetzen. Aus diesem Grund finde ich es super, dass es in unserer heutigen Zeit möglich ist, statt lebender Tiere Animationen zu verwenden, wie man sie zum Beispiel in dem neuen König der Löwen-Film sehen kann. Die Tiere sehen täuschend echt aus, ohne, dass großes Leid verursacht wird.“

 - „Ich finde es schade, dass durch Filme und Tierprofile ein falsches Bild von der entsprechenden Tierart vermittelt wird. Zudem finde ich es moralisch nicht vertretbar, dass die Urheber der Seiten ausschließlich aufgrund ihrer Tiere Profit machen. Besonders, wenn sie zusätzlich eine falsche Haltung präsentieren, und andere Menschen sich das als Vorbild nehmen. Auch wenn Tiere für Filme ausgenutzt werden, finde ich es nicht unterstützenswert. Umso besser, dass es nun auch Alternativen zum Einsatz von realen Tieren gibt!“

 -  „Auch wenn in der Unterhaltungsbranche die Belustigung an vorderster Stelle steht, sollte immer bedacht werden, dass dort gezeigte Tiere trotzdem artgerecht behandelt und gehalten werden müssen. Doch leider stehen oftmals der Profit und der Erfolg durch die Verwendung und Darstellung (niedlicher) Tiere an vorderster Stelle, weshalb das Wohlergehen dieser oft untergeht beziehungsweise ein völlig falsches Bild von bestimmten Tierarten vermittelt wird. Außerdem bringt die Verwendung von Tieren in erfolgreichen Filmen oder auf erfolgreichen social Media-Plattformen meist Nachahmer mit sich, die vorschnell „Trendtiere“ kaufen, dann allerdings schnell merken, was für eine Arbeit und Verantwortung das mit sich bringt. Diese Tiere werden dann oftmals zu Tierheimtieren, wodurch die Arbeit schließlich wieder auf diese Institutionen zurückfällt. Somit sollte immer darauf geachtet werden, wie Tiere in Filmen, auf Instagram oder TikTok dargestellt werden, und allenfalls diesen Usern keine Unterstützung mehr zu schenken, denn ohne wachsenden Erfolg können diese ihre Plattformen nicht mehr betreiben.“

Vielen Dank für eure Meinungen an: 

Fiona Kaplan , Miri Dillig, Vanessa Deuringer und Lea Staudinger

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